Uptime Kuma
Monitoring im Homelab: Uptime Kuma #
Leistungsstarke und leichtgewichtige Dienstüberwachung via Docker #
Uptime Kuma ist eine moderne, selbstgehostete Open-Source-Monitoring-Lösung, die sich durch eine intuitive Web-Oberfläche, geringen Ressourcenverbrauch und hohe Zuverlässigkeit auszeichnet. Sie dient der Echtzeit-Überwachung von Netzwerkdiensten und Systemen.
Funktionsumfang: Was kann Uptime Kuma? #
1. Vielseitige Überwachungsmethoden (Monitore) #
Das System unterstützt eine breite Palette an Protokollen, um den Status von Infrastrukturkomponenten zu prüfen:
- HTTP(S): Überprüfung von Webseiten und APIs (inklusive Validierung von HTTP-Statuscodes, Antwortzeiten und spezifischen Textphrasen im Body).
- Ping (ICMP): Überwachung der Erreichbarkeit von Servern, Routern und Netzwerkhilfsmitteln auf Layer 3.
- TCP Port: Validierung, ob spezifische Dienste (z. B. SSH auf Port 22, Datenbanken auf Port 3306) Verbindungen annehmen.
- DNS: Auflösungsprüfung von Domain Names gegen spezifische Nameserver (inklusive Abfrage von Records wie A, AAAA, CNAME, TXT).
- Push (Invertiertes Monitoring): Erwartet in definierten Intervallen einen eingehenden HTTP-Aufruf (Cronjob-Überwachung). Fällt dieser aus, schlägt das System Alarm.
- Docker-Container: Direkte Statusüberwachung (Running/Stopped) von Containern über den lokalen oder remote Docker-Socket.
- Zusätzliche Protokolle: Unterstützung für Spiele-Server (Steam), MQTT, SQL-Datenbanken und SSL-Zertifikatsgültigkeit.
2. Integrierte SSL/TLS-Zertifikatsüberwachung #
- Automatische Analyse von SSL/TLS-Zertifikaten bei HTTPS-Monitoren.
- Frühzeitige Warnung vor dem Ablaufdatum (z. B. 7, 14 oder 30 Tage vorher), um Ausfälle durch abgelaufene Zertifikate (z. B. Let’s Encrypt) zu verhindern.
3. Professionelles Benachrichtigungssystem (Alerting) #
Uptime Kuma bietet eine native Integration in über 90 verschiedene Plattformen. Bei Statusänderungen (Down/Up) können Alarme unmittelbar eskaliert werden an:
- Messenger-Dienste: Telegram, Discord, Signal, WhatsApp, Matrix.
- Kollaborations-Tools: Slack, Microsoft Teams, Mattermost.
- Dedizierte Notification-Dienste: Gotify, Pushover, Apprise.
- Klassische Kanäle: E-Mail (SMTP), Webhooks.
4. Öffentliche und interne Statusseiten #
- Erstellung von visuell ansprechenden Statusseiten, die losgelöst vom internen Administrations-Dashboard agieren.
- Möglichkeit, Vorfälle (Incidents) manuell zu dokumentieren und geplante Wartungsfenster einzutragen.
- Optionale Absicherung einzelner Statusseiten per Passwort.
5. Datensicherheit und Performance #
- Lokale Datenhaltung: Verwendung einer performanten SQLite-Datenbank. Es werden keine Daten in eine externe Cloud übertragen.
- Sicherheit: Unterstützung von Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA / TOTP) für den administrativen Zugang.
Systemvoraussetzungen & Betrieb #
Uptime Kuma ist hochgradig optimiert (basiert auf Node.js und Vue 3) und läuft bereits auf minimaler Hardware (z. B. einem Raspberry Pi oder einer kleinen VM unter Proxmox VE). Der empfohlene Betrieb erfolgt isoliert als Docker-Container.
Docker Compose Konfiguration (docker-compose.yml)
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services:
uptime-kuma:
image: louislam/uptime-kuma:1
container_name: uptime-kuma
restart: always
volumes:
- ./uptime-kuma-data:/app/data
- /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock:ro
ports:
- "3001:3001"
environment:
- TZ=Europe/BerlinQuelle: Uptime Kuma